Neueste Zeit – 1900 bis 1999

Die aufgeführten Ereignisse sind vorwiegend den Schriftenreihen der Pro Historia Glis entnommen.

  • 03. Juli.1918 - 14. Januar 1919

     

    Gliser Sterbebuch

    Weitaus heftiger und verheerender wütete der Influenzavirus dann im Herbst und Winter 1918/19 unter den Soldaten und der Zivilbevölkerung. So waren bis zum Ende des Aktivdienstes um die 1800  Soldaten als Grippetote zu beklagen. Gesamthaft erkrankten schätzungsweise 2 250 000 Schweizer, von denen 24977 verstarben.  Allein im Wallis wurden 15893 Grippefälle verzeichnet, von denen 1487 tödlich verliefen. Im Gliser  Sterbebuch sind allein in der Zeit vom 3. Juli 1918 bis zum 14. Januar 1919 vierzig Todesfälle ausdrücklich mit «obiit morbo hyspanico» verzeichnet.
    Quelle: Die Geschichte des Gliser Friedhofs Band 2 – Nr. 18/2012

  • 13. Juli 1927

    Gründungsversammlung Musikgesellschaft Glishorn

    ….. gilt als Geburtstag der Musikgesellschaft Glishorn. Im Burgerhaus von Glis fand die Gründungsversammlung statt.

    Quelle: 75 Jahre Musikgesellschaft Glishorn

  • 1939-1945

     

    ln all den Kriegsjahren von 1939-45 war die Armee im Quartier Zenhäusern präsent

    Im  Zweiten  Weltkrieg  fanden  in  der  oberen  Zenhäuserngasse sehr oft Schiessübungen der Armee statt. …..Während der Aktivdienstzeit litt die Zivilbevölkerung grosse Not. Alle Nahrungsmittel waren rationiert und konnten nur mittels Lebensmittelkarten gekauft werden. So war manch eine kinderreiche Familie froh, dass sie vom Militär überschüssige Verpflegung erhielt.
    Quelle: Die Geschichte eines Quartiers  (Zenhäusern Glis) Nr. 03/1997

  • 1944

     

    Wie hat wohl die Polenstrasse ihren Namen erhalten?

    Die polnischen Internierten, die im Lager von Glis untergebracht  waren, erstellten   einen   Teil   einer   Militärstrasse    (Napoleonstrasse-Holzji-Schratt­ Nanztal-Simplon). Sie bauten  dabei  den Abschnitt  Napoleonstrasse-Holzji (Länge zirka 750 Meter). Dieser wird heute offiziell noch als Polenstrasse bezeichnet. Der Rest entstand durch Armeeeinheiten.

    Quelle: Die Polenstrasse in Glis  Nr. 10/2004

  • 25. Januar 1946

  • 1948

     
  • 14. Dezember 1954

     

    Joseph Escher (* 17. September 1885 in Simplon Dorf; † 9. Dezember 1954 in Bern; Bundesrat (1950–1954)

    Hier wurde am 14. Dezember 1954 in einem nicht nur für Glis, sondern auch für das Wallis, einzigartigen hochemotionalen Staatsbegräbnis der erste Walliser Bundesrat überhaupt zu Grabe getragen.
    Quelle: Die Geschichte des Gliser Friedhofs Band 2 – Nr. 18/2012

  • 16. Dezemeber 1955

    Gründerversammlung KTV Glis-Gamsen

    Am 16. Dezember 1955 wurde der KTV Glis-Gamsen gegründet. An der Gründungsversammlung nahmen 41 Personen teil.
    Quelle: http://www.ktvglis.ch/geschichte

  • 1959

     

    Blauring Glis

    Schon drei Jahre nach der Gründungsversammlung des Blaurings in Olten, wurde 1936 der Blauring Brig gegründet. Zu dieser Zeit gab es den Blauring Glis noch nicht, jedoch eine Gruppe Glisermädchen, welche zum Blauring Brig gehörte. Im Jahre 1957 kam es zur Pfarreitrennung. Glis, Gamsen und Brigerbad wurden nun als eigene Pfarrei geführt. Da zu diesem Zeitpunkt die Jungwacht Glis entstand, wollte man auch etwas für die Mädchen organisieren. So setzte  sich Pfarrer Alfred  Werner  mit  Gabriele Armangau, Dorli Venetz, Marie-Theres Anderegg, Trudy Schmid, Paula Amherd  und Marie­Theres lmhof zusammen und gründeten 1959 den Blauring Glis.
    Quelle: Blauring Glis – lebendig Tradition – Nr. 20/2014

  • 16. April 1966

     

    Das Holzji und der Edelweiss-Klub - Ein Stück Gliser Originalität

    Am 16. April 1966 kam es dann im damals legendären  Stammlokal  der Holzner  Jugend, im Schallberg zur Gründung des Vereins
    Quelle: Im Schatten des Glishorns – Nr. 22/2016

  • 01. Januar 1973

     

    Brig, Glis und Brigerbad gehen gemeinsame Wege

    Zusammenschluss der Gemeinden zu Brig-Glis

  • 13. - 29. Juni 1984

     

    Die frühmittelalterlichen Elemente aus der Notgrabung vom 13.- 29. Juni 1984 wurden wieder eingefüllt

    Dank geschichtsinteressierter   Bürger – allen  voran  Paul Heldner – konnte  die Gemeinde Brig-Glis eine Kreditsprechung für eine umfangreichere Grabung erwirken.
    Quelle:Schriftenreihe Nr. 15 – 2009 Paul Heldner der Lokalhistoriker

  • ab 1987 bis 1999

     

    Waldmatte

    Bei den Bauarbeiten für die Autobahn  A9 bietet  sich den Archäologen  die einmalige Chance, einen vollständigen Schnitt durch das Rhonetal zu ziehen. Dabei haben sie Ende des letzten Jahrhunderts auf Gliser Boden spektakuläre Funde gemacht. Bei den über 12 Jahre dauernden Ausgrabungen fanden die  Spezialisten der Archäologenteams nebst Fundamenten von Häusern, Kalkbrennöfen  und Gräbern unzählige Objekte, die vom Leben der ersten Menschen in Gamsen erzählen. Ausser einer Menge von Gefässen, die zei­gen, was die Menschen gegessen und getrunken haben, gibt es einige höchst relevante Fundstücke, wie zum Beispiel Fragmente  eines Käsesiebs oder Spinnwirtel sowie eine Reihe von faszinierenden Schmuckstücken.

    Quelle: Waldmatte – Nr. 19/2013

  • 1989

     

    Das Kino Apollo wird abgebrochen

    Ohne Bewilligung wird in Glis das ehemalige Theaterhaus des Kollegiums , das Kino Apollo , abgebrochen

    Quelle Wallis im Wandel

  • 25. November und 20. Dezember 1990

     

    Gründung Verein Pro Historia Glis

    «Am Montag, den 25. November 1990 versammelten sich im kleinen Säli des  Restaurants Gliserallee in Glis 12 Personen, um die lose Vereinigung <«Pro Glis» in einen Verein zu verwandeln. Dabei wurde mit kräftigem Applaus Heli Wyder als Präsident bestimmt. Knapp einen Monat später, am 20. Dezember 1990 konnte Heli Wyder seine Kollegen H. H. Vikar Richard Lehner als Vertreter der Pfarrei, Kar! Schneller, Vize-Präsident, Hans-Ruedi Blaser, Kassier, Siegfried Oggier, Aktuar, Paul Heldner als Archivar und die Beisitzer Arnold Perren, Rudolf Holzer und Raymund Theler zur Gründungsversammlung «Pro Glis» als Verein begrüssen. Quelle: Ein Mann der tat! Nr. 21 – 2015

  • 1993

     

    Der Wickert

    1993 konnte  der Wässerwasser- und Trinkwasserstollen vom Grund in den Wickertwald in Betrieb genommen  werden und die «Bärgeri» wurde eigentlich nicht mehr gebraucht.  Doch die Stadtgemeinde Brig-Glis  musste sich dem Kanton verpflichten, die Wasserleitung zu erhalten.

    Quelle:Im Schatten des Glishorns – Nr. 22/2016

  • 1995

     

    Die Landmauer in Gamsen

    1995 wird die Gamsamauer unter Schutz von Bund und Kanton gestellt. Der Zivilschutz beginnt mit den ersten Arbeiten für den Erhalt der Mauer. Spass muss sein: Paul Heldner, der unermüdliche Kämpfer für deren Rettung erhält auf der Gamsamauer den thronenden Sitzplatz.
    Quelle: Schriftenreihe Nr. 15 – 2009 Paul Heldner der Lokalhistoriker