Neueste Zeit (1789 bis zur Gegenwart).

Helvetische_Revolution

1799 - 1813

Die Franzosen
Ein Unglück, das das ganze Wallis, aber auch die Stadt Brig traf, war 1799 der Einfall und dann die Anwesenheit der französischen Soldateska bis 1813. Sie plünderte in Brig alles, was sich bot, z.B. das Kollegium Brig und die Kirchen. Mit etwas Glück konnten einige Kostbarkeiten versteckt und so gerettet werden. Die Kirche Glis wurde als Pferdestall missbraucht. Auch Brig trug schwer unter der französischen Besatzung, die das Wallis zeitweise als «Département du Simplon» annektierte.

Napoleonsbrücke

26. März 1801

Erster Spatenstich der neuen Simplonstrasse auf dem Kirchplatz in Glis
Am 23. Januar 1801 macht sich Turreau auf der italienischen Seite ans Werk; in Brig wartet er noch auf die Ankunft von Céard. Dieser veranlasst den ersten Spatenstich, zwar nicht wie vorgesehen in Brig, sondern in Glis, bei den einstigen "Zwölf Staffeln", am 26. März desselben Jahres.
Quelle: Nicolas Céard und die Simplonstrasse - Nr. 01/1995

Dr. Goudron

23. November 1862

Dr. med. Ernst Guglielminetti, alias Dr. Goudron
Nachgewiesen ist, dass sich  Anton Guglielminetti (Vater von Dr.  Goudron) zunächst in Glis niederliess  und  von der Burgerschaft die Liegenschaft samt dem Restaurant pachtete. Von den sieben Kindern des Ehepaars  Anton und Luise Guglielminetti war Ernest das jüngste. Das Licht  der Weit erblickte er am 23. November 1862 in Glis und anderntags wurde er in deren Pfarrkirche zur Taufe getragen.
Quelle: Dr. med. Ernst Guglielminetti, alias Dr. Goudron - Nr. 08/2002

1918_Dynamit Fabrik Gamsen

1894

Gründung der Sprengstofffabrik Société suisse des explosifs in Gamsen
Die Firmengeschichte der «Explosif» kann in drei Abschnitte unterteilt werden. Bis 1945 wurden nur zivilgenutzte  Produkte  für  den  Schweizer Markt hergestellt. Nach Kriegsende konnte auch ins Ausland exportiert werden und ab 1970 diversifizierte die Gesellschaft ihr Sortiment mit  chemischen und pharmazeutischen Produkten.
Quelle: Die Geschichte des Gliser Friedhofs Band 2 - Nr. 18/2012

Seiten aus WB_2015 12 08 Heh Hischi_eine uralte Begräbnisstätte in Glis

1987

Der steinzeitliche Friedhof und das «Heh Hischi» - Östlich des neuen Migros-Rundbaus am Holowistutz wurde 1897 ein Hügel eingeebnet. Dabei entdeckte man ein steinzeitliches Kistengräberfeld aus dem 4. bis 3. Jahrtausend v. Christus. Es enthielt  reiche Beigaben: drei Steinbeilklingen, eine Pfeilspitze, Muschelschmuck und etwa 149 Steinknöpfe mit einzigartiger auf der Rückseite verborgener Lochbohrung. 
Im Mittelalter errichteten, laut Paul Heldner, die Grafen von Blandrate dort einen Turmbau, der später als Gasthaus genutzt wurde. in diesem < Heh Hischi>, das erst in der Mitte des letzten Jahrhunderts abgetragen wurde, soll es gespukt haben - kein Wunder bei dieser Nähe zum ältesten Gliser Friedhof'.
Quelle:Abklang - Gliser Glocken erzählen - Nr. 23/2017 (S10)

03. Juli.1918-14. Januar 1919

Gliser  Sterbebuch - Weitaus heftiger und verheerender wütete der Influenzavirus dann im Herbst und Winter 1918/19 unter den Soldaten und der Zivilbevölkerung. So waren bis zum Ende des Aktivdienstes um die 1800  Soldaten als Grippetote zu beklagen. Gesamthaft erkrankten schätzungsweise 2 250 000 Schweizer, von denen 24977 verstarben.  Allein im Wallis wurden 15893 Grippefälle verzeichnet, von denen 1487 tödlich verliefen. Im Gliser  Sterbebuch sind allein in der Zeit vom 3. Juli 1918 bis zum 14. Januar 1919 vierzig Todesfälle ausdrücklich mit «obiit morbo hyspanico» verzeichnet.
Quelle: Die Geschichte des Gliser Friedhofs Band 2 - Nr. 18/2012

1939 Aktivdienst Glis1

1939-1945

ln all den Kriegsjahren von 1939-45 war die Armee im Quartier Zenhäusern präsent. Im  Zweiten  Weltkrieg  fanden  in  der  oberen  Zenhäuserngasse sehr oft Schiessübungen der Armee statt. …..Während der Aktivdienstzeit litt die Zivilbevölkerung grosse Not. Alle Nahrungsmittel waren rationiert und konnten nur mittels Lebensmittelkarten gekauft werden. So war manch eine kinderreiche Familie froh, dass sie vom Militär überschüssige Verpflegung erhielt.
Quelle: Die Geschichte eines Quartiers  (Zenhäusern Glis) Nr. 03/1997

Nr. 10 - 2004 - Warum Polenstrssse in Glis_0020_unten klein

1944

Wie hat wohl die Polenstrasse ihren Namen erhalten?
Die polnischen Internierten, die im Lager von Glis untergebracht  waren, erstellten   einen   Teil   einer   Militärstrasse    (Napoleonstrasse-Holzji-Schratt­ Nanztal-Simplon). Sie bauten  dabei  den Abschnitt  Napoleonstrasse-Holzji (Länge zirka 750 Meter). Dieser wird heute offiziell noch als Polenstrasse bezeichnet. Der Rest entstand durch Armeeeinheiten.

Quelle: Die Polenstrasse in Glis  Nr. 10/2004

25. Januar 1946

Schweres Erdbeben am 25. Januar 1946
Quelle:Vorbei - doch unvergessen  Nr. 16/2010

1954 Beerdigung Bundesrat Josef Escher (2)

14. Dezember 1954

Joseph Escher (* 17. September 1885 in Simplon Dorf; † 9. Dezember 1954 in Bern; Bundesrat (1950–1954)
Hier wurde am 14. Dezember 1954 in einem nicht nur für Glis, sondern auch für das Wallis, einzigartigen hochemotionalen Staatsbegräbnis der erste Walliser Bundesrat überhaupt zu Grabe getragen.
Quelle: Die Geschichte des Gliser Friedhofs Band 2 - Nr. 18/2012

Einsiedeln_1963

1959

Blauring Glis - Schon drei Jahre nach der Gründungsversammlung des Blaurings in Olten, wurde 1936 der Blauring Brig gegründet. Zu dieser Zeit gab es den Blauring Glis noch nicht, jedoch eine Gruppe Glisermädchen, welche zum Blauring Brig gehörte. Im Jahre 1957 kam es zur Pfarreitrennung. Glis, Gamsen und Brigerbad wurden nun als eigene Pfarrei geführt. Da zu diesem Zeitpunkt die Jungwacht Glis entstand, wollte man auch etwas für die Mädchen organisieren. So setzte  sich Pfarrer Alfred  Werner  mit  Gabriele Armangau, Dorli Venetz, Marie-Theres Anderegg, Trudy Schmid, Paula Amherd  und Marie­Theres lmhof zusammen und gründeten 1959 den Blauring Glis.
Quelle: Blauring Glis - lebendig Tradition - Nr. 20/2014

1960/61

Eine einschneidende Veränderung erlebt der Dorfplatz in Glis. Er wird dem motorisierten Verkehr geopfert. 

Edelweiss-Klub2

16. April 1966

Das Holzji und der Edelweiss-Klub - Ein Stück Gliser Originalität
Am 16. April 1966 kam es dann im damals legendären  Stammlokal  der Holzner  Jugend, im Schallberg zur Gründung des Vereins
Quelle: Im Schatten des Glishorns - Nr. 22/2016

Wappen Brig-Glis

01. Januar 1973

Brig, Glis und Brigerbad gehen gemeinsame Wege. Zusammenschluss der Gemeinden zu Brig-Glis

2008-10-18_Paul Heldner_008

13. - 29. Juni 1984

Die frühmittelalterlichen  Elemente aus der Notgrabung vom 13.- 29. Juni 1984 wurden wieder eingefüllt. Dank geschichtsinteressierter   Bürger - allen  voran  Paul Heldner - konnte  die Gemeinde Brig-Glis eine Kreditsprechung für eine umfangreichere Grabung erwirken. 
Quelle: Schriftenreihe Nr. 15 - 2009 Paul Heldner der Lokalhistoriker

1990_Foto Gründungsversammlung

25. November und 20. Dezember 1990

Gründung Verein Pro Historia Glis - «Am Montag, den 25. November 1990 versammelten sich im kleinen Säli des  Restaurants Gliserallee in Glis 12 Personen, um die lose Vereinigung <«Pro Glis» in einen Verein zu verwandeln. Dabei wurde mit kräftigem Applaus Heli Wyder als Präsident bestimmt.
Knapp einen Monat später, am 20. Dezember 1990 konnte Heli Wyder seine Kollegen H. H. Vikar Richard Lehner als Vertreter der Pfarrei, Kar! Schneller, Vize-Präsident, Hans-Ruedi Blaser, Kassier, Siegfried Oggier, Aktuar, Paul Heldner als Archivar und die Beisitzer Arnold Perren, Rudolf Holzer und Raymund Theler zur Gründungsversammlung «Pro Glis» als Verein begrüssen.

Quelle: Ein Mann der tat! Nr. 21 - 2015

Protokoll der Jahres- und Gründungsversammlung von PRO GLIS

S16.1_Waldmatte Blick nach Süden aufs Glishorn

ab 1987 bis 1999

Bei den Bauarbeiten für die Autobahn  A9 bietet  sich den Archäologen  die einmalige Chance, einen vollständigen Schnitt durch das Rhonetal zu ziehen. Dabei haben sie Ende des letzten Jahrhunderts auf Gliser Boden spektakuläre Funde gemacht. Bei den über 12 Jahre dauernden Ausgrabungen fanden die  Spezialisten der Archäologenteams nebst Fundamenten von Häusern, Kalkbrennöfen  und Gräbern unzählige Objekte, die vom Leben der ersten Menschen in Gamsen erzählen. Ausser einer Menge von Gefässen, die zei­gen, was die Menschen gegessen und getrunken haben, gibt es einige höchst relevante Fundstücke, wie zum Beispiel Fragmente  eines Käsesiebs oder Spinnwirtel sowie eine Reihe von faszinierenden Schmuckstücken.

Quelle: Waldmatte - Nr. 19/2013

Wickert hof_fruehling - Kopie

1993

Der Wickert - 1993 konnte  der Wässerwasser- und Trinkwasserstollen vom Grund in den Wickertwald in Betrieb genommen  werden und die «Bärgeri» wurde eigentlich nicht mehr gebraucht.  Doch die Stadtgemeinde Brig-Glis  musste sich dem Kanton verpflichten, die Wasserleitung zu erhalten.

Quelle: Im Schatten des Glishorns - Nr. 22/2016

1995 Die Landmauer in Gamsen P. Heldner

1995

Die Landmauer in Gamsen
1995 wird die Gamsamauer unter Schutz von Bund und Kanton gestellt. Der Zivilschutz beginnt mit den ersten Arbeiten für den Erhalt der Mauer. Spass muss sein: Paul Heldner, der unermüdliche Kämpfer für deren Rettung erhält auf der Gamsamauer den thronenden Sitzplatz.

Quelle: Schriftenreihe Nr. 15 - 2009 Paul Heldner der Lokalhistoriker