Mittelalter zwischen dem 6. und 15. Jahrhundert

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615-620 n. Chr.

Die erste Kirchenanlage in Glis - In seinem  Beitrag in «Blätter aus der Walliser Geschichte» (1987), verdeutlicht Paul Heldner anhand seiner Grundrisskonstruktion die Funktion, der unter Bischof Leudemundus um 615 entstandenen ersten Ecclesia. Anhand von überlieferten Ereignissen muss Leudemundus mindestens fünf Jahre in Glis residiert  haben.
Quelle: Paul Heldner der Lokalhistoriker Nr. 15/2009

Die Kirche des Bischofs Leudemund - Der Sage zufolge wollten die Gliser ihr Gotteshaus anfänglich an einem andern Orte aufbauen, am Orte der heutigen Englisch-Gruss-Kapelle. Die Werkzeuge der Arbeiter aber wurden ein erstes, ein zweites und ein drittes Mal auf wunderbare Weise zu nächtlicher Stunde jeweils auf den Glisacker hinüber getragen. In der ersten Hälfte des siebten Jahrhunderts stand Bischof Leudemund der Kirche von Sitten vor. Zum Dank, dass er sich von politischen Intrigen befreien konnte, soll er um 620 auf dem Glisacker ein Gotteshaus erbaut haben. Diese Gebetsstätte entwickelte sich in der Folge zu einer berühmten Wallfahrtsstätte.
Quelle: Die Wallfahrtskirche unserer lieben Frau vom Glisacker Nr. 05/1999

Das Nanztal_00007

1221

Die Geschichte des Nanztales  im 13. und 14. Jahrhundert
Im Jahre 1221 trat Visp Eggerberg an Naters ab und im Gegenzug trat Naters 'Visperterminen ob dem grossen Stein' an den Zenden Visp ab. Das bedeutet, dass durch  diese Teilung das Gebiet der Oberstenalp und der Nanzalpe zum Zenden Visp kam und jenes der heutigen Niederstenalpe zum Zenden Brig (damals noch Zenden Naters genannt), genauer gesagt zum Gebiet der damaligen Gemeinde Glis-Gamsen.
Quelle: Kurze Übersicht über die Geschichte des Nanztales - Nr. 04/1998

1230

Im Jahre 1230 wird Glis erstmals als "Glisa" erwähnt.

1233

Gamsen  - Urkundlich ist erstmals 1233 von ≪Gamosun≫, 1301 von ≪gamsun≫, 1354 von ≪gamsul≫ die Rede, was etymologisch die Nahe zu campus/Feld und auch Gams/Schafweide (seit dem 10. Jh.) aufzeigt

04. Februar 1246

Holz - In diese Zeit gehört auch die erste Urkunde, in welcher der Ort Holz erstmals namentlich und urkundlich erwähnt wird. Es handelt sich hierbei um ein Dokument, welches am 4 Februar 1246 in Naters verfasst wurde und eine Schenkung des Grafen Werner Rodier bezeugte, der «eigene Leute zu Holz ob Glis» besass und mit seiner Frau Margarete als Wohltäter des St-Jakob Hospizes auf dem Simplon Erwähnung fand.
Damit reiht sich das Datum der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes Holz zeitlich in die erste urkundliche Nennung der sich in der Nähe befindenden Gemeinden wie Brig (1215), Glis (1230), Gamsen (1233) und Brigerbad (1297) ein.
Quelle:Im Schatten des Glishorns - Nr. 22/2016

1279

Holz - Bereits 1279 wird nicht mehr der zuvor benutzte Zusatz «de nemore»» in Urkunden benutzt sondern die Bezeichnung «de holz». Ebenfalls wird bereits hier der Ortsname «Holz» in einer Quelle verwendet, in welcher Guillaume de Scala de Briga die Lehen dreier Gefolgsleute spezifiziert, welche er an Peter de Louäche , damaliger Domherr in Sitten, verkaufte.
Quelle: Im Schatten des Glishorns - Nr. 22/2016

1290

Glis als Burgerschaft entsteht  Die Orte Glis, Holz und Gamsen trennen sich von der Urgemeinde Naters und bilden drei selbständige Gemeinden.

1301

Das Nanzerdorf - Das Nanzerdorf ist der älteste Dorfteil in Gamsen. Der Name stammt von den Leuten aus dem Nanztal,  die früher  da gewohnt haben. Im Nanztal gab es ein Dorf, das Nanz  hiess. Nanz  heisst auf keltisch das Tal. Die  Bewohner des Tales waren  die Nantuaten. 1301 wurde das Dorf Nanz von der "Gamsa" verschüttet. Die Bewohner mussten das Tal verlassen und Iiessen sich in Gamsen nieder. Von den Nantuaten wurden sie zu den Nanzern  und  ihr Wohnort zum Nanzerdorf.

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Stöckenmauer: Der Ort  wo die Mauer steht  heisst Stöcken. Geteilschaft : Die Geteilschaft wurde gegründet um das Dorf Gamsen vor Überschwemmungen zu schützen und um Land zu gewinnen.  Diese  Geteilschaft wurde von den Dorfbewohnern ins Leben gerufen. Zuerst wurde ein Erddamm errichtet. Laut  einer  Volksüberlieferung wurde  dieser im 13. Jahrhundert durchbrochen. Anschliessend  wurde eine  Mauer  errichtet aber  auch diese  war zu schwach und wurde um 1301 von der Gamsa zerstört. Danach entstand der Ifang, eine starke Mauer,  die  sich zwischen  der  Landmauer und  der  heutigen Stöckenmauer befand.  Als diese 1698 aufgefüllt war, erbaute man die drei Meter dicke Stöckenmauer. 
Quelle: Das historische Gamsen Nr. 11/2005

1920_Glismatten Wickert Glis

1320

Wickert - Erstmals unbestritten urkundlich erwähnt wird der Wickert im Jahre 1320. Politisch gehörte der Wickert bereits zu jener Zeit zum Drittel Holz. Nachgewiesen wurde dies, da alle bis dahin im Wickert wohnhaften Personen auch im Burgerverzeichnis des Drittels aufgelistet  waren.
Quelle: Im Schatten des Glishorns - Nr. 22/2016

1349

Holz - Im Jahre 1349 wurden deshalb die Grenzen der beiden Gemeinden Holz und Glis festgelegt und geregelt
Quelle: Im Schatten des Glishorns - Nr. 22/2016

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1352 - 1355

Die Landmauer Gamsen
Die Landmauer Gamsen, zwischen 1352 und 1355 von den drei oberen Zenden in Gemeinwerk als Talsperre von ca. 850 m Länge zur Abwehr savoyischer Angriffe aus Westen errichtet, ist die einzige „Letzi“ im schweizerischen Alpenraum, von der noch grössere Teilstücke auf einer Länge von ca. 450 m erhalten sind. Gemäss einem Gutachten der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege (EKD) von 1984 ist die Landmauer Gamsen ein Baudenkmal von nationaler Bedeutung.
Quelle: Die Landmauer von Gamsen Nr. 00/1994