Nr. 21 - 2015 - Ein Mann der tat!

Die «Pro Historia Glis» widmet die Publikation 2015 seinem Mitgründer und Vereinspräsidenten Heli Wyder. Unter seiner Führung ist der Verein innert 25 Jahren mit 417 Mitgliedern zu einem der grössten Vereine innerhalb der ehemaligen Gemeinde von Glis angewachsen.

 
Titelseite

Heli und ...
... die Bärgeri
... die Berge
... die Ehrenkompanie der Fronleichnams-Prozession
... die Landmauer Gamsen
... die Pro Historia Glis
... die Schule
... die Schweizer Armee.
Diese Aufzählung liesse sich ohne Weiteres fortführen. Und daraus könnte der Schluss gezogen werden: Heli, der Tausendsassa. Wenn «Tausendsassa», in Österreich umgangssprachlich «Wunderwuzzi», in der Schweiz «Siebesiech», als Bezeichnung für eine Person verstanden wird, die sich durch zahlreiche Begabungen auszeichnet, dann ist es der richtige Schluss.

Warum ich das einfach so behaupte? Weil ich Heli Wyder in all diesen und in einer weiteren Funktion, nämlich in der als Reiseleiter in München, erlebte.

Die Bärgeri würde ohne Heli nicht mehr fliessen. Die Ehrenkompanie der Gliser Fronleichnam-Prozession wäre ohne seinen jahrzehntelangen Einsatz ganz sicher nicht so prachtvoll wie heute. Die Landmauer Gamsen wäre ohne ihn nur noch ein zerfallener Steinhaufen. Die Pro Historia wäre nicht der grösste Verein unserer Gemeinde.

ln all diesen Projekten verstand es Heli Wyder, mit Hartnäckigkeit und ansteckender Begeisterung, Geld bei der Gemeinde und anderen Behörden, sowie lnstitutionen locker zu machen. Er schaffte es mit einem feinen Gespür für die richtigen Leute, Stiftungsräte und Komitees zusammenzustellen, die mit Herzblut und Sachverstand einen enormen Einsatz leisten.

Oft erlebte ich in meiner Funktion als Präsidentin, wie Heli Wyder mit neuen ldeen und Tatendrang an die Gemeinde gelangte. Meistens sassen wir uns zunächst an einem Verhandlungstisch gegenüber, um dann, nach Zustimmung des Gemeinderats, auf dergleichen Seite am gleichen Strick zu ziehen. Dabei lernte ich Heli Wyder, meinen ehemaligen OS-Lehrer, von einer neuen Seite kennen. Nicht mehr im Verhältnis Lehrer - Schülerin, sondern als spannenden und interessanten Gesprächs- und Diskussionspartner. In meiner Schulzeit nahm ich Heli Wyder im entfernten Sinne auch als Armeeangehörigen wahr. Und zwar, weil er wegen des Militärdienstes oft fehlte und sich in diesen Zeiten Aushilfslehrerinnen mit uns herumschlagen mussten. Auch als Bergführer erlebten wir Heli Wyder in der Orientierungsschule. Nämlich auf jenem Schulspaziergang, auf dem er uns in knietiefem Schnee über den Monte Moro Pass führte. Erlebnisse, die sich einprägten. Dasselbe gilt für ein Abenteuer, das zwei Schulkollegen und ich mit Heli Wyder in der ersten OS erlebten. Wir durften die Schweiz in der Kinderfernsehsendung «Dreiländerspiel» in München vertreten. Heli Wyder begleitete uns als Klassenlehrer. Und wenn ich mich zurückerinnere, bin ich mir nicht mehr sicher, ob die Fernsehaufnahme aufregender war oder der Besuch des Hofbräuhauses, in dem wir mit dem Segen unserer Aufsichtsperson Bier und Radi (Rettich) probieren durften. Wie auch immer: die Erinnerung bleibt.

Auch denke ich gerne an den letztjährigen Aufstieg zur Monte Rosa Hütte zurück, bei dem Heli Wyder unsere Gruppe begleitete. Seine körperlich und geistige Fitness beeindruckten uns.

Beeindruckend sind auch sein Schaffen und sein Einsatz zum Erhalt der Traditionen und der Kultur. Die Gliser Bevölkerung hat Heli Wyder viel zu verdanken. Der Erhalt, das Aufarbeiten und die Archivierung von wertvollen Kulturgütern und historischen Dokumenten und Objekten im Raume Glis und Gamsen sind sein Verdienst. Diese Festschrift soll ein kleines «Merci» für sein grosses, unermüdliches Schaffen zu Gunsten der Öffentlichkeit darstellen. Stellvertretend mein Vergelt's Gott.

Brig-Glis im April 2015
Viola Amherd, Nationalrätin

Weiter...

 
Scannen

Schriftenreihe

Herausgaber: Pro Historia Glis
Redaktion: Matthias Schmidhalter, Ried-Brig
Gestaltung, Satz und Druck: s+z:gutzumdruck., Brig-Glis
ISBN 978-3-9523795-4-7

Sind Sie interessiert an dieser Schriftenreihe? Nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

Nr. 21 - 2015 - "Ein Mann der tat" als PDF